Baumfällungen auf dem Evangelischen Friedhof Otzenrath
- Norbert Dierkes

- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ein notwendiger Schritt mit Blick nach vorn
Als der neuer Friedhof im Jahr 2004 in Otzenrath im Zuge der Umsiedlung entstand, war die Idee, den Hauptweg mit Zierkirschbäumen zu schmücken – so wie sie heute im katholischen Teil stehen und dort jedes Frühjahr mit ihrer Blüte Freude schenken.
Im evangelischen Teil jedoch wurden damals versehentlich fruchttragende Kirschbäume gepflanzt. Dass hier die falsche Sorte gesetzt worden war, ließ sich in den ersten Jahren nicht erkennen – junge Bäume tragen zunächst keine Früchte. Erst später wurde sichtbar, dass es sich nicht um Zierkirschen handelt. Zu diesem Zeitpunkt war die Frist für eine Reklamation bereits verstrichen.
Viele von uns schätzen die Bäume sehr, und ihre Blüte im Frühjahr ist ein schöner Anblick. Doch mit zunehmendem Wachstum wurden auch die Folgen immer deutlicher: In der Reifezeit fallen große Mengen Kirschen auf den Weg und auf angrenzende Grabstätten. Unser Friedhofsgärtner bemüht sich sehr, doch das Problem lässt sich kaum in zumutbarem Umfang beherrschen. Zurück bleiben rutschige, rot verschmierte Wege – eine Belastung für Besucherinnen und Besucher und leider auch eine echte Unfallgefahr.
Im Presbyterium haben wir lange überlegt, abgewogen und miteinander gerungen. Niemand fällt eine solche Entscheidung gern. Schließlich ist unser Friedhof ein Ort, der vielen Menschen am Herzen liegt. Doch aus Verantwortung für die Sicherheit aller und für die Würde dieses Ortes mussten wir handeln. Daher hat das Presbyterium beschlossen, die zwölf Kirschbäume entlang des Hauptwegs fällen zu lassen.
Wichtig ist uns zugleich der Blick nach vorn: Selbstverständlich werden wir neue Bäume pflanzen. Dabei möchten wir bewusst heimische und unproblematische Gehölze wählen, die gut zu unserem Friedhof passen, seinen Charakter stärken und – wie ursprünglich geplant – ein freundliches, tröstliches Bild prägen.
Wir bitten um Verständnis für diesen notwendigen Schritt und danken allen, die unseren Friedhof begleiten, pflegen und mittragen. Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass er ein Ort des Friedens und der Erinnerung bleibt
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